Ein außergewöhnliches Stück nordafrikanischer Geschichte und Handwerkskunst; antike Berberfibel aus massivem Silber. Dieses einzigartige Sammlerstück stammt aus der reichen Kultur der Berber oder Amazigh Völker und wird aufgrund seines Stils und seiner Punzierung dem frühen 20. Jahrhundert genauer der Zeit um 1912 bis 1920 zugeordnet. Die Fibel die traditionell zur Befestigung von Kleidung getragen wurde, präsentiert sich in einer auffälligen Sonnenstrahlenform die kunstvoll mit gravierten floralen Ornamenten verziert ist und die herausragende Fertigkeit der Silberschmiede dieser Region bezeugt.
Von der Hauptscheibe hängen vier Kettenanhänger herab. Jede Kette ist mit jeweils zwei tiefroten Korallenperlen akzentuiert, einem Material das in der Berberkultur nicht nur wegen seiner Schönheit, sondern auch wegen seiner schützenden symbolischen Bedeutung hochgeschätzt wird. Die Ketten enden in viereckigen Silberanhängern die ebenfalls gravierte Muster aufweisen.
Auf der Rückseite des Silberstücks sind drei traditionelle Punzen eingeschlagen. Eine Punze trägt die Zahl 133 und eine weitere lässt sich als 1331 lesen. Bei diesem nordafrikanischen Silberschmuck handelt es sich vermutlich um eine verkürzte und eine vollständige Angabe des Jahres im islamischen Kalender AH Anno Hegirae. Das Jahr 1331 AH entspricht exakt 1912/1913 n. Chr. und würde somit die Datierung des Stücks in die Epoche des frühen 20. Jahrhunderts eingrenzen. Die dritte Punze ist kleiner und schwerer zu identifizieren könnte aber ein Herstellersiegel oder ein traditionelles arabisches Schriftzeichen sein, das die lokale Herkunft bestätigt. Mit einer stattlichen Gesamtlänge von circa 17 Zentimetern und einem Gewicht von 49 Gramm ist dieses Stück eine seltene Rarität; dem Alter entsprechende Gebrauchsspuren unterstreichen seinen historischen Charakter.