Dieses authentische Sengese-Messer ist ein beeindruckendes Zeugnis der Schmiedekunst aus der Grenzregion zwischen Kamerun und Nigeria. Das Objekt stammt aus der Mitte des 20. Jahrhunderts und diente innerhalb der Mafa-Kultur weniger als Wurfwaffe, sondern primär als hochrangiges Prestigesymbol und zeremonielle Handwaffe für erwachsene Männer. Die Klinge weist eine komplexe Form mit zwei halbkugelförmigen Kurven auf, die in einer präzisen Spitze zusammenlaufen, ergänzt durch einen markanten, nach außen gerichteten Widerhaken.
Besonders hervorzuheben sind die detaillierten Verzierungen auf dem Eisen. Die Klinge ist mit feinen, tief eingearbeiteten Fischgrätmustern und geometrischen Strichätzungen versehen. Diese Ornamente haben eine doppelte Bedeutung: Sie dienen einerseits dem persönlichen Prestige des Besitzers und fungieren andererseits als eine Art Signatur des Schmieds, die das handwerkliche Können und die soziale Stellung innerhalb der Gemeinschaft unterstreicht.
Der Griff ist aufwendig gearbeitet und zeigt die traditionelle Materialkombination dieser Region. Unter dem äußeren Bezug aus heller Tierhaut, bei der es sich um gegerbtes Leder oder Rohhaut handelt, ist eine Polsterung aus geflochtenen Pflanzenfasern sichtbar, die dem Griff sein charakteristisches Volumen verleiht. Zur Befestigung am Körper oder an der Kleidung sind am Griffende sowie im mittleren Bereich massive Eisenschlaufen integriert. Mit einer beachtlichen Größe von ca. 54 x 18 cm befindet sich das Messer in einem exzellenten Sammelzustand mit einer authentischen, dunklen Alterspatina auf dem Metall. Roststellen am Eisen; dem Alter entsprechende Gebrauchsspuren.