Weltkugel

Rituelle Bast und Flechtarbeiten aus Ozeanien Trobriand-Inseln, Papua-Neuguinea, Mitte 20 Jahrhundert; Provenienz: Jürgen Maurer (1939-2018)

Rituelle Bast und Flechtarbeiten aus Ozeanien Trobriand-Inseln, Papua-Neuguinea, Mitte 20 Jahrhundert; Provenienz: Jürgen Maurer (1939-2018)
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Art.Nr.: E2953


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Produktbeschreibung

Dieses außergewöhnlich umfangreiche, 14 teilige Konvolut umfasst traditionelle Bast-, Faser- und Flechtarbeiten verschiedener indigener Kulturen aus Ozeanien, die in die Zeit zwischen den 1950er und 1980er Jahren datieren. Die gesamte Sammlung besticht durch ihre lückenlose und hochkarätige Provenienz: Sie stammt aus dem Nachlass des bekannten deutschen Sammlers Jürgen Maurer (1939-2018), der zeitlebens als passionierter Liebhaber und Kenner afrikanischer sowie ozeanischer Kunst galt und diese Stücke auf seinen regelmäßigen Forschungs- und Sammlungsreisen zusammentrug.

Ein besonderes ethnografisches Highlight dieses Ensembles sind zwei originale Bündel des sogenannten Frauengeldes, lokal als Nununiga bekannt, von den Trobriand-Inseln in Papua-Neuguinea. Eines der Bündel trägt noch das originale Sammleretikett von Jürgen Maurer. Diese aufwendig aus getrockneten Bananenblättern handgefertigten und gemusterten Objekte bilden bis heute eine eigenständige rituelle Währung für Frauen, das Doba, und spielen bei zeremoniellen Tauschgeschäften eine zentrale Rolle. Ebenfalls von großer Bedeutung ist ein traditioneller Yokal-Rock für Frauen vom Volk der Dani aus dem zentralen Hochland von West-Papua. Hergestellt aus gesponnener und handgeknüpfter Rindenbastfaser, die mit einem charakteristischen rötlich-braunen Naturpigment eingefärbt wurde, diente dieses Kleidungsstück verheirateten Frauen als unverzichtbares Zeichen für Status, Reife und Identität innerhalb ihrer Gesellschaft.

Ergänzt wird das Konvolut durch zwei meisterhaft von Hand geflochtene Bastgürtel, von denen einer in markantem Purpur gefärbt ist, sowie einen prachtvollen gelben Schmuckgürtel mit kontrastierenden Längsstreifen, ein klassischer, naturbelassener Bastrock sowie ein großer und zwei kleinere, dicht geknüpfte Kränze für Kopf- und Armschmuck. Zwei aufwendig gearbeitete Bastquasten bzw. Pommels, die ebenfalls als ritueller Körperschmuck getragen wurden, runden diese museale Sammlung perfekt ab. Ein seltenes und faszinierendes Konvolut, das einen tiefen Einblick in die materielle Kultur und die textile Handwerkskunst Ozeaniens bietet. Die Objekte haben Gebrauchsspuren, sind aber für ihr Alter und dem filigranen Material noch in einen guten Zustand. Die Rechnung des Auktionshauses mit den Hinweis der Provenienz „Jürgen Maurer„ wird im Paket beigelegt. Dem Alter entsprechende Gebrauchsspuren.
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